Der Frühling hatte schon an die Tür geklopft, wir hatten unsere erste Fahrradtour mit beiden Kindern im Lastenrad gemacht und dann? Dann kam der Winter mit aller Macht zurück.

Wir können jetzt gut nachvollziehen, warum die roten Pinne am Straßenrand stehen. Bei so viel Schneefall auf einmal und Wind kann es schon einmal ziemlich unübersichtlich werden….

Aber auch wunderschön. Alles fühlt sich ruhiger an. Am Dienstag ging es los, da lagen in etwa 15 cm und letzte Nacht sind (laut Radio) nochmal 40 cm Neuschnee gefallen. Wahnsinn! Emma hat einen riesigen Spaß, wir müssen sie fast wieder ins Haus ziehen, weil sie so gerne im Schnee spielt.




Die Räumfahrzeuge hier sind klasse, hier ein besonders beeindruckendes Exemplar für die Schienen. Außerhalb werden auch Landwirte eingesetzt, die riesige Schaufeln an ihren Traktoren haben.

Das eigene Auto muss man aber selbst ausgraben – im wahrsten Sinne des Wortes. Besen, Schneeschaufel und natürlich ein Kratzer. So ein Carport wäre da schon eine feine Sache.

Mit Franz‘ Chor ist es sehr gut losgegangen. Wir hoffen, dass es auch gut weitergeht. Es ist ja keine leichte Aufgabe, einen komplett neuen Chor ins Leben zu rufen.

Bei mir „fluppt“ es auch. Ich habe in kurzer Zeit nun drei Jobs. Einen Tag in der Woche bin ich als Gemeindesekretärin in einer etwas weiter liegenden Stadt unterwegs. Das ist eine sehr liebevoll angelegte Anlage mit Kirche, dem alten Pastorat, in dem die Büros liegen und einem neu gebauten Gemeindehaus. Draußen gibt es neben Grillplatz, Spielmöglichkeiten, einen echten Labyrinth auch noch ein Kaninchengehege, was viele Familien dort hinzieht. Die Atmosphäre ist prima und mein Kollege ist super nett. Ich habe Respekt vor Telefonaten, weil die auf einer anderen Sprache immer ziemlich schwierig sind, aber das ist eine gute Übung.



Der zweite Job ist an einer Schule. Es ist eine Grundschule, die gehen in Schweden allerdings bis zur 9. Klasse. Dort helfe ich zwei deutschen Schülern in der 7. Klasse und einem aus der 9. Klasse beim Unterricht und Schwedisch-Lernen. Sozusagen als „Tutorin“. Es ist ziemlich spannend und macht sehr viel Spaß. Außerdem fühlt es sich gut an, wie viel Wertschätzung ich dort bekomme.
Der dritte Job ist in einer Nachbarstadt als Vertretungslehrerin. Mir bleibt eigentlich aber nur ein Tag übrig, an dem das möglich wäre und vielleicht ist das auch zu viel, aber ich bin dankbar für die Chancen, die sich aufgetan haben. In Schweden ist es normal, auch Dinge auszuprobieren und zu wechseln, falls es nichts ist.
Die Kinder sind seit einigen Wochen in Ambjörnarp im Kindergarten. Das ist der Ort, in den wir in Kürze ziehen werden. Sie sind sozusagen schon etwas eher dort als wir dann als Familie da sein werden.
Das klappt alles ziemlich gut. Für Emma ist es überhaupt kein Problem, für Dorle ist es natürlich schwerer und vor allem ungewohnt. Aber sie fühlt sich grundsätzlich da auch wohl und wir können uns als Eltern da super auf die Erzieherinnen dort verlassen. Das hat jetzt mittlerweile sogar schon zweimal geklappt, dass Franz und ich ganz allein etwas essen waren. In Ruhe und nur für uns. Hat auch mal was …
Also: Nach Regen kommt Sonnenschein und nach Schnee kommt Frühling.


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