Von Sommer bis Winter. Es gibt viel zu erzählen und leider zu wenig Zeit zum Schreiben, aber jetzt ist endlich ein wenig Ruhe da.

Sommerende

Es ist einiges passiert. Wir haben Solarpaneele auf unserem Dach installieren lassen und sind begeistert. 

Es gab eine Fahrradrallye in Ambjörnarp, bei der man immer drei Stationen hatte. Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise jeweils bei einer Familie. Einmal hat man auch selbst ausgerichtet. Das war so spannend. So lernt man die Leute aus der Nachbarschaft kennen in ganz unterschiedlicher Konstellation. Was für eine schöne Idee. Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder mit dabei.

Solarpaneele
Fahrradrallye

Wir hatten von Anfang August bis vor 2 Wochen Besuch aus Deutschland von Franz‘ ehemaligem Orgelschüler Arwyn. Das war eigentlich schon für letztes Jahr geplant, es ist allerdings einfacher, wenn man volljährig ist. 

Besuch von Arwyn

Viel draußen

Der Spätsommer und Herbst hat uns viele schöne Tage beschert, an denen wir viel Zeit draußen verbrachten.

Dorle auf der Schaukel
Emma auf der Schaukel
Dorle im Wald
Emma auf einem Riesenhügel

Geburtstage

Im September ist Emma 4 geworden. Im Anschluss haben wir ein verlängertes Wochenende in Falkenberg an der Küste verbracht, was eine sehr schöne Auszeit war.

Unsere große Maus
Besuch in Falkenberg
Falkenberg
Küstenspaziergang

Dorles zweiter Geburtstag folgte im November. Wir haben mit unseren engsten Freunden gefeiert.

Dorle ist 2
Peppa Wutz Torte

Reise in den Pilgerort Vadstena

Franz muss eine Validierung seines Hochschulabschlusses machen. Es ist nicht so, dass die Gemeinde es jetzt verlangt, aber in der Theorie dürfte sich Franz nicht „Organist“ nennen, sondern lediglich Gemeindemusiker. Momentan macht es keinen Unterschied, aber es ist trotzdem ein besseres und sicheres Gefühl, komplett validiert zu sein. Dazu gibt es drei mal eine Woche Fortbildung in Uppsala. 

Erst waren wir ein bisschen genervt von der Sache; vor allem, weil ich dann die Zeit irgendwie alleine meistern muss. Aber es ist inhaltlich schon sehr wertvoll für Franz und eine Bereicherung. 

Zwei weitere Fortbildungtage sind in Vadstena gewesen. Franz kam sehr inspiriert davon zurück und schwärmte von dem Pilgerort. Wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und ein verlängertes Wochenende dort verbracht. 

Auf dem Weg haben wir uns Runesteine angesehen und unsere Unterkunft hatte einen authentischen Holzofen. 

Holzofen
Runsteine

Die Pilgerkirche in Vadstena ist wunderschön. Es gibt in jeder Ecke einen anderen Anhaltspunkt zum Innehalten und Beten. Dort werden auch Stundengebete gefeiert. Wir haben die Messe besucht und uns hat die hochkirchliche Form auch sehr gut gefallen.

Vadstena Kirche
Vadstena

Auf dem Pilgerweg gibt es viele schöne Stationen. Unter anderem diese alte Klosterruine. Sehr beeindruckend, an diesem Ort zu sein. Irgendwann möchten wir einmal eine „richtige“ Pilgerreise dorthin machen. 

Klosterruine
Alte Klosterruine

Eine eher ungewollte, stressige Reise

Unsere Kinder brauchen richtige Reisepässe. Keine Kinderreisepässe, die werden nämlich nicht so wirklich anerkannt, weder in Dänemark noch in Schweden. 

Der Prozess, diese Pässe zu bekommen, ist unfassbar kompliziert. Ich habe im Juni mit der Organisation dafür angefangen und wir konnten im November (!!!) erst nach Stockholm gurken, um die Pässe zu beantragen. Alle vier mussten dort antanzen und es gibt nur wenige Termine, die selten zur Buchung freigeschaltet werden. Das Ganze war super aufwendig…

Wir haben es damit verbunden, dass Franz sowieso schon in Uppsala war bei seiner zweiten Fortbildungswoche. 

Einen schönen Punkt hatte es trotzdem: Wir haben Andressa besucht, meine Freundin aus Brasilien, die jetzt in Schweden wohnt und bei deren Hochzeit wir auch waren. Es war echt schön, uns jetzt mit unseren Kindern zu treffen, irgendwie ganz besonders. 

Wiedersehen mit Andressa

Schwedische Traditionen

Süßigkeiten am Samstag. Anfangs waren wir noch zögerlich, aber jetzt funktioniert es sehr gut. Es gibt in jedem Einkaufsladen lose Süßigkeiten, die man selbst mischen und dann abwiegen kann. Ein absolutes Highlight für die Kinder (und die Erwachsenen) und eine gute Art, den Konsum von Süßigkeiten zu regulieren, ohne dass es immer Verbote und ständiges Nein gibt. 

Lördagsgodis

Eine weitere schwedische Tradition ist das Feiern von Lucia. Die Heilige Lucia war eine Märtyrerin aus dem 4. Jahrhundert, die Christen Essen brachte, die sich in römischen Katakomben versteckt hielten. Sie hatte die Hände voll, musste gleichzeitig aber den Weg erleuchten und so entstand der Kranz mit Kerzen auf dem Kopf. Das Fest findet eigentlich am 13. Dezember statt (im julianischen Kalender der kürzeste und dunkelste Tag des Jahres), wird aber oft auch am Wochenende davor gefeiert.

Bei einem Luciatåg, also einem Luciazug, gibt es eine Lucia und mehrere andere Mädchen in weißen Gewändern mit Kerzen in der Hand. Oft auch Jungen, die einen spitzen weißen Hut tragen.  

Lucia 2023 i Tranemo

Emma hat vor dem Umzug in der Kirche bei einem spontanen Umzug mitgemacht, ganz mutig war sie mit dabei. Im Kindergarten wird am 13.12. auch ein Luciazug gemacht. Dabei gibt es die weiß gekleideten Leute, aber man kann sich auch als Nikolaus oder als Pfefferkuchenmann verkleiden. 

Emma als Lucia

Bei meiner Arbeit haben wir einen Überraschungs-Luciazug für die Schüler gemacht. Sie dachten, es wäre ein Weihnachtskonzert. Das Bild zeigt gut, was für eine tolle Stimmung zwischen den Kollegen herrscht. Die anderen Kollegen saßen mit im Publikum und sind später auch zum Singen mit auf die Bühne gekommen.

Lucia in der Schule

Jetzt ist es Winter

Ende Oktober hatten wir bereits den ersten Schnee. In den letzten Wochen hat der Winter allerdings richtig Einzug erhalten. Doppelstellige Minusgrade sind an der Tagesordnung, aber es ist wunderschön. Wir fahren die Kinder mit dem Schlitten zum Kindergarten. 

Schlittenfahren
Schnee macht Spaß!
Schneemann
Riesenschneemann

Kindergarten ist überhaupt ein gutes Stichwort. Wir waren Mitte November bei einem Eltern-Bürger-Dialog eingeladen, bei dem uns eröffnet wurde, dass der Kindergarten in Ambjörnarp (vorläufig) geschlossen wird. Das war ein sehr großer Schock für uns, weil es eine erneute Veränderung für beide Kinder bedeutet hätte. Besonders für Emma, die dann ihren vierten Kindergarten hätte kennen lernen müssen. Die Kinder sollten nach Sjötofta in den Kindergarten gehen (das liegt 9 Kilometer von uns in die falsche Richtung), weil einige Mängel festgestellt wurden. Zum einen gab es Brandschutzfragen in der Küche und hier und da Mängel, die etwas an den Haaren herbeigezogen wirkten. Ein Beispiel: Ein Kind könnte mit dem Kopf in der Tür des Zaunes stecken bleiben und lebensgefährlich verletzt werden. Ähm, ok. Ein anderes großes Problem ist die Bausubstanz des Hauses. Es gibt ein Problem mit Feuchtigkeit, weshalb entweder großrenoviert oder abgerissen und neugebaut werden müsste. Dazu soll eine Analyse stattfinden und in dieser Zeit dürfen die Kinder nicht dort sein.

Aaaaaaber dazu kam es nicht. Die ganze Veränderung sollte schon im Januar stattfinden, was für einigen Unmut, aber auch eine große Aktivierung der Elternschaft geführt hat. Ich habe selten eine so konstruktive Art und Weise gesehen, sich mit einer unliebsamen Situation auseinanderzusetzen. Wir haben Alternativangebote von Firmen eingeholt, was den Brandschutz angeht, sind zu den kommunalpolitischen Sitzungen gegangen, um die Hintergründe zu verstehen. Resultat war ein Schreiben voll mit konstruktiven Argumenten, weshalb versucht werden sollte, die Kinder während der Analyse im Kindergarten zu behalten. So ist es letztlich auch gekommen und uns fällt ein großer Brocken vom Herzen. Die Politiker haben ihre Meinung geändert und wir haben etwas Zeit gewonnen. 

Die langfristige Planung scheint zwar zu sein, alle „Dorf-Kindergärten“ zu schließen und alles zentral in Tranemo zu betreiben, aber wer weiß. Zumindest jetzt ist es sehr gut für uns, dass wir noch ein bisschen Stabilität und Konstanz haben nach all den Veränderungen…

Wenn Träume wahr werden...

Ein großer Traum von mir war, irgendwann einmal Nordlichter zu sehen. Aus dem Grund habe ich eine App und bin in verschiedenen Gruppen aktiv, in denen ich viel dazu erfahre. 2024 ist das Ende eines zwanzigjährigen Zyklus, was dafür sorgt, dass gerade da die Nordlichter sehr stark zu sehen sind. 

Ich habe schon überlegt, wann wir in Richtung Norden fahren können, um unsere Chancen zu erhöhen. Stellt sich heraus, dass das gar nicht nötig war. Ich habe sie direkt vor unserer Haustür gesehen. So wunderschön! Und dann noch der zugefrorene See dazu, geht es überhaupt noch besser?

Nordlicht über dem zugefrorenen See
Nordlichter über dem Haus des Nachbarn
Tanzende Nordlichter in Ambjörnarp

Franz' Arbeit

Jetzt übernimmt Franz:

Seit dem Sommer ist auch bei meiner Arbeit relativ viel passiert. Erstmal gab es Probleme und Stress zwischen einer Kollegin von mir und der Leitungsebene. Das hat dazu geführt, dass die Kollegin gekündigt hat. Klingt erstmal nicht so dramatisch, aber es gab halt allerlei Vorwürfe und Behauptungen von beiden Seiten. Es schien, als ob beide Lager in völlig unterschiedlichen Welten lebten. Das machte es für mich und einige andere im Team echt schwer, normal weiterzuarbeiten. Kamen doch unentwegt neue Anschuldigungen und Behauptungen in den Raum. Auch Vorwürfe gegen andere (quasi unbeteiligte Kollegen), dass diese an dieser Situation schuld seien usw… 
Es hat sich jetzt zum Glück wieder beruhigt, aber etwas bleibt ja doch hängen…

Musikalisch ist einiges passiert: 
Wir hatten Ende September ein großes Chorkonzert mit anderen Chören aus der Region. Darauf folgten nun im Herbst zwei kleinere Projekte, die aber auch herausfordernd waren. Ich habe mit den Damen des Chores ein eher etwas poppiges Werk aufgeführt (mit Schlagzeug, Piano und Bass) und mit den Herren eine romantische Messe für dreistimmigen Männerchor und Orgel. Bei diesem Projekt war dann auch der lokale Opernsänger, der bis vor kurzem in Göteborg an der Oper fest angestellt war und jetzt im Ruhestand ist. Ihn konnte ich hierfür gewinnen, mitzumachen. Das bringt natürlich auch andere wiederum dazu, dabei zu sein. Ich habe mich über 16 Sänger gefreut. 

Jetzt gerade am Wochenende hatten wir hier das große Advents-/Weihnachtskonzert. Es war richtig gut. Ich hatte einen Chor zusammengestellt mit 50 Leuten, die Bigband der Musikschule war dabei mit 25 Instrumentalisten, der Kinderchor mit so etwa 15 Kindern und eine Gesangssolistin. Wir hatten zwei Vorstellungen nacheinander, in denen wir ungefähr das gleiche Programm spielten. Beide Male kamen so 300 Leute. Echt klasse und super Stimmung überall. Hat man ja auch nicht immer. 

„Herbei, o ihr Gläubigen“ wird hier etwas pompöser interpretiert. Es war unser Schlussstück, bei dem der Leiter der Bigband dirigiert hat und ich dann im Chor mitgesungen habe. 

Im Herbst hatte ich versucht, einen zweiten Chor aufzubauen, der in etwa dem Seniorenchor gleicht, den ich in Heide hatte. Ich wollte gern eine Chorgruppe, die auf wesentlich leichterem Niveau übt, bei der die Gemeinschaft und das Miteinander an erster Stelle stehen. 

Dafür hatte ich viel Werbung gemacht und Postkarten verschickt und vieles mehr. Leider hat sich die Form von Chorarbeit überhaupt nicht etabliert. Es kamen immer so 5-6 Leute. Nach ein paar Wochen stellte ich das wieder ein. Ich werde aber im neuen Jahr voraussichtlich einen zweiten Versuch starten, dann zu einer anderen Uhrzeit, mit etwas anderem Profil und andere Bedingungen usw. Mal schauen… Wenn es nichts wird mit doppelgleisiger Chorarbeit, dann ist es auch nicht schlimm. Ich würde es nur gern noch einmal probieren. 

Dann hat Steffi ja schon geschrieben, dass ich derzeit ab und zu nach Uppsala fahren muss/darf, um meine deutsche Ausbildung anerkannt zu bekommen. Der Grund ist der, dass ich momentan nicht offiziell entsprechend meinem Ausbildungsniveau arbeiten dürfte. Meine Gemeinde hat mich trotzdem angestellt und bezahlt mich auch nicht unterschiedlich. Ich kenne aber andere, die erst voll bezahlt werden, wenn sie diesen Komplettierungskurs absolviert haben. Außerdem könnte es in der Theorie passieren, dass meine Gemeinde einen anderen „richtigen“ Organisten anstellen könnte oder falls ich einen anderen Chef bekäme und der das nicht mitträgt, könnte er mir kündigen oder mein Gehalt herunterstufen. Das ist zum Glück alles nur Theorie, da mein Arbeitgeber da sehr entspannt ist und mir regelmäßig zeigt, wie sehr ich geschätzt werde und wie dankbar alle sind, dass ich hier arbeite. 

Vor zwei Wochen waren alle (70) Mitarbeiter der Gemeinde eingeladen, auf eine Überraschungsreise mitzukommen. Wir wussten alle nicht, wohin es geht, wir sollten uns lediglich von 13.30 bis Mitternacht frei halten. Letztlich fuhren wir mit einem Bus nach Göteborg, besuchten erst eine Kirche, aßen dann in einem für meine Verhältnisse pikfeinen Fischrestaurant zu Abend und gingen dann nach einem kleinen Spaziergang in die Oper, um die dortige Neuinszenierung von Mozarts Don Giovanni zu sehen. Dabei entstand das untere Bild 🙂 Das war Wahnsinn für meine Begriffe. Drei Stunden entspannt und fasziniert Oper genießen, war wirklich richtig schön! Ich weiß zwar von einigen andere, die dabei waren, dass das jetzt nicht die gleiche Begeisterung hervorgerufen hat wie bei mir, aber ich jedenfalls war echt beeindruckt über dieses „Weihnachtsgeschenk“ unserer Gemeinde an seine Mitarbeiter. 

Mit Arbeitskollegin in der Oper

Steffis Arbeit

Es ist überraschend, wie gut es mir als Lehrerin gefällt. Ich habe die 6. bis 9. Klasse in Deutsch und zwei 7. Klassen in Englisch. Ich glaube, ich war noch nie vorher so aufgeregt wie vor der ersten Unterrichtsstunde. Es gibt so viele Herausforderungen, schließlich ist es ein ganz anderes Schulsystem. Die Noten reichen von A bis F, wobei F die schlechteste Note ist, man mit einem E aber „anerkannt“ ist. Also ein E ist eine 4. 

Ich habe sehr viele tolle Kollegen an meiner Seite, die mir viel helfen. Die Schule ist in verschiedenfarbige Flure eingeteilt und jeder Flur hat ein eigenes Lehrerzimmer, was auch ein festes Team bildet, was sich jeden Dienstag zur Konferenz trifft. Ich bin im roten Team. In jedem Flur ist die 7., 8. und 9. Klasse. In „Sprachwahl“, also Deutsch, werden die verschiedenen Flure dann gemischt. 

Jede Klasse hat einen eigenen Mentor, so etwas wie einen Klassenlehrer, der eine feste Zeit in der Woche anbietet, um die Schüler in den verschiedensten Dingen zu helfen und zu beraten.

Wir haben außerdem noch einen großen Aufenthaltsraum, in dem wir Lehrer essen können und uns austauschen. Die Stunden sind nicht alle gleich, sondern alle haben unterschiedliche Zeiten. Es gibt ein „Schüler-Gesundheits-Team“, was aus Sozialpädagogen, Psychologen, Krankenschwestern und einer Berufsberaterin besteht. Die Berufsberatung macht besondern in der 9. Klasse Sinn, weil man nach dem Abschluss der 9. Klasse seine gymnasiale Richtung entscheiden muss. Die Punkte, die man am Ende der 9. Klasse gesammelt hat, nutzt man, um sich bei einem gymnasialen Programm zu bewerben. Ein Gymnasium kommt einer Berufsschule schon recht nah. Es gibt hier im Gymnasium in Tranemo beispielsweise die Richtungen Bau, Industrie, Wirtschaft, Gesellschaftslehre, Natur, Technik und Ökonomie. 

In der Bewertung von Texten und Schlussnoten habe ich zum Glück Hilfe von meinen Kollegen. Da bin ich noch etwas unsicher, was aber auch ok ist. Das Bauchgefühl stimmt meist, aber es ist gut, dass ich mich vergewissern kann. 

Es gibt viele positive Aspekte im schwedischen Schulsystem, aber es ist auch eine echte Herausforderung, dass alle an einer Schule sind, egal welches Niveau, welche Diagnose usw. Ich komme oft an meine Grenzen, wenn ich versuche, die starken Schüler zu fördern, aber dass die anderen nicht auf der Strecke bleiben. Sozial gesehen ist es manchmal auch schwierig. Anfangs habe ich mehrfach Schlägereien getrennt. Mittlerweile wissen sie, dass ich das mache und machen es vor mir nicht mehr. Generell würde ich sagen, bin ich etwas strenger als die anderen Lehrer, aber ich habe mit meinen Klassen einen guten Modus gefunden und komme super mit ihnen aus. Eigentlich gibt es nur noch einen von über 100 Schülern, mit dem ich überfordert bin. Alle anderen sind auf ihre Weise echt süß und lieb. Oft sehr faul, aber nicht aufgeben ist mein Motto. 

Manchmal komme ich an meine sprachlichen Grenzen. Am Donnerstag habe ich erst Englisch, danach Deutsch und dann wieder Englisch, aber eben auf Schwedisch. Dann haben wir einen neuen Schüler bekommen, der nur Spanisch spricht. Oha. 

Insgesamt bin ich sehr froh, wie es sich entwickelt hat. Ich schaue sogar schon, ob ich noch weiter studieren kann, um eine „richtige“ Lehrerin zu werden und mich weiterzubilden. Gelungener Neustart. 

Kategorien: Alltag in Schweden

2 Kommentare

Steffi · 20. Dezember 2023 um 19:51

Hallo ihr vier Spenns,
es hat mich so gefreut, nach langer Zeit wieder einen Bericht von euch zu lesen. Und vor allem über die schönen Bilder freue ich mich immer sehr. Nordlichter sind auch auf meiner Wunschliste und ich kann dich da gut verstehen, Steffi
Ich wünsche euch eine wunderschöne Weihnachtszeit und das Beste für 2024
Wir haben letzten Sonntag in großer Besetzung im Meldorfer Dom das Weihnachtsoratorium aufgeführt – es war wunderschön!
Außerdem freue ich mich auf die nächsten Berichte
Ganz liebe Grüße aus Heide sendet euch Steffi

    Steffi Spenn · 30. März 2024 um 21:55

    Hallo liebe Steffi!
    Jetzt habe ich deinen Kommentar erst jetzt gesehen – viel viel später! Manchmal ist bei der Technik ja doch der Wurm drin. Aber trotz der Verspätung ganz lieben Dank.
    Frohe Ostern nach Heide!

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